In diesem Artikel erklären wir leicht verständlich die „5 essenziellen Techniken für den Fingersatz“ für alle, die mit dem Klavierspielen beginnen möchten.
Noten aus dem Erklärvideo
Du kannst die Noten über die Schaltfläche oben herunterladen.
Vorbereitung – Zuerst die Grundlagen checken!
Schritt 1: Lerne die Fingerzahlen

In Noten oder Übungsprogrammen sind oft die Fingerzahlen „1 bis 5“ angegeben.
Wenn du dich an diese Zahlen hältst, entwickelst du ganz natürlich die richtigen Fingerbewegungen am Klavier!
- Daumen
- Zeigefinger
- Mittelfinger
- Ringfinger
- Kleiner Finger
* Eingekreiste Fingerzahlen (wie ①②) weisen darauf hin, dass besondere Techniken wie der „Daumenuntersatz“ oder das „Übersetzen“ erforderlich sind.
Schritt 2: Die ideale Handhaltung
Stell dir vor, deine Hand ist ganz entspannt, so als ob du schlafen würdest.
Wenn du deine Hand in dieser Form sanft auf die Tasten legst, hast du die ideale Haltung zum Klavierspielen.
Bewege beim Spielen deine Finger aus dem Grundgelenk heraus und schlage jede Taste sorgfältig an.
5 Techniken für den Fingersatz
Hier sind fünf wichtige Techniken für alle, die zum ersten Mal ein Klavier berühren!
1: Zwei Töne gleichzeitig anschlagen

Hierbei werden mehrere Töne exakt zur gleichen Zeit gespielt.
Im Video erklären wir dies anhand der Töne „C und G“ sowie „H und G“ mit der linken Hand.
Wichtig: Achte darauf, dass die Finger, die gerade nicht spielen (die Finger dazwischen), nicht ungewollt mit nach unten gehen.
Tipp: Wenn du zum nächsten Ton wechselst, bereite dich vor, indem du deine Hand bereits in die neue Position öffnest, während du die vorherigen Tasten loslässt. Die Hände unabhängig voneinander zu bewegen, sodass die Melodie der rechten Hand nicht durch die linke Hand unterbrochen wird, ist der erste Schritt zum Pianisten.
2: Lagenwechsel (2 Arten)

Im Video zeigen wir zwei Arten des Lagenwechsels: „Das Spreizen der Finger 1 und 2, um die Position zu verändern“ und „Denselben Ton mit einem anderen Finger erneut anschlagen“.
Wenn diese Bewegungen flüssig werden, entstehen keine Pausen zwischen den Tönen, was zu einem harmonischen Spiel führt.
3: Daumenuntersatz und Übersetzen

Diese Techniken sind unerlässlich, um Tonleitern (C-D-E-F-G…) flüssig zu spielen.
Daumenuntersatz: Der Daumen bewegt sich unter dem Mittel- oder Ringfinger hindurch. Damit das reibungslos klappt, muss der stützende Finger (z.B. Nr. 3) stabil bleiben, damit der Daumen genügend Platz zum Durchgleiten hat.
Übersetzen: Hierbei bewegen sich die anderen Finger über den Daumen hinweg. Ziel ist eine nahtlose Verbindung der Töne.
4: Dreiklänge

Diese Technik dient dazu, drei Töne gleichzeitig zu spielen.
Ein klassisches Beispiel ist der C-Dur-Dreiklang „C-E-G“.

Wechselnde Fingersätze: Während „C-E-G“ meist mit den Fingern 5-3-1 gespielt wird, nutzt man für Akkorde wie „C-F-A“ eher die Finger 5-2-1.
Vorsicht: Die Finger 2 und 3 werden oft verwechselt. Es ist wichtig zu üben, welcher Finger je nach Abstand der Tasten am besten geeignet ist.
5: Arpeggios (gebrochene Akkorde)

Anstatt alle Töne eines Akkords gleichzeitig zu spielen, werden sie hier nacheinander angeschlagen.
Effekt: Als Begleitung verleiht diese Technik einem Stück Fluss und Eleganz.
Tipp: Bewege die Finger 5, 3 und 1 nacheinander ganz geschmeidig. Halte ein konstantes Tempo ein, damit der Rhythmus der linken Hand stabil bleibt und nicht von der rechten Hand beeinflusst wird.
Schau dir die Kursinhalte im Video an!
In diesem Video erklären wir die tatsächlichen Handbewegungen im Detail. Schau es dir zusammen mit den Erklärungen auf dieser Seite an, um dein Verständnis zu vertiefen.
Die fünf vorgestellten Techniken bilden die Basis für fast alle Lieder. Es lohnt sich also, sie gut zu beherrschen.
Übrigens: Im Lernprogramm unseres VR-Klavierspiels „Sigure“ sind diese Techniken so integriert, dass du sie ganz natürlich lernst, indem du einfach den eingeblendeten Fingerzahlen auf dem Bildschirm folgst.
Wenn du neugierig geworden bist, probiere es doch mal aus und bringe VR in dein Klaviertraining!
