Hier finden Sie eine Schwierigkeitsrangliste klassischer Klavierstücke: Platz 1 bis 10 für Anfänger und Platz 1 bis 10 für Fortgeschrittene.

Bitte beachten Sie, dass diese Rangliste auf unserer persönlichen Meinung und Einschätzung basiert und daher kein absoluter Standard ist.

Nutzen Sie sie lediglich als groben Anhaltspunkt. Vielleicht entdecken Sie dabei ein neues Stück („Oh, so ein Stück gibt es also!“) oder finden ein musikalisches Ziel, auf das Sie hinarbeiten möchten („Irgendwann möchte ich das mal ausprobieren!“).

Wenn Sie die Grundlagen lieber noch einmal von vorn aufbauen möchten, probieren Sie Beat Fantasia aus, unser Klavier-Rollenspiel im Browser. Das Übungsprogramm wurde unter fachlicher Anleitung einer Klavierlehrerin entwickelt. Fallende Noten zeigen Ihnen, welche Taste Sie drücken müssen, und STEP1 ist kostenlos.

[Für Anfänger] Klassische Klavierstücke – Schwierigkeitsrangliste 1–10 (leichteste zuerst)

※ Die Videos stammen von YouTube. Abgesehen von den „Noten-Guide“-Videos stehen sie in keiner Verbindung zu unserem Unternehmen.

Nr. 1: Walzer / V. Krockin

Dieser Walzer zeichnet sich durch eine elegante Melodie und eine lyrische Atmosphäre aus.

Er hat insgesamt einen ruhigen romantischen Stil, beinhaltet jedoch leichte rhythmische Veränderungen und Verzierungen. Daher muss man nicht nur flüssig spielen, sondern auch feine Nuancen ausdrücken können.

Als kurzes Stück ist er mitunter auch bei Konzerten oder Vorspielen zu hören. Er bietet einen reizvollen Mix aus Wehmut und Anmut.

Nr. 2: Menuett in F-Dur, KV 2 / W.A. Mozart

Dieses Stück soll Mozart im Kindesalter komponiert haben. Es ist kurz, aber die Melodielinie ist elegant.

Der Aufbau ist relativ einsteigerfreundlich, und die Begleitmuster der linken Hand sind oft einfach, was Anfängern sehr entgegenkommt.

Trotz seiner Kürze steckt eine typisch mozartsche, feine Schönheit darin. Ideal als erstes klassisches Stück.

Nr. 3: Menuett in C-Dur, KV 6 / W.A. Mozart

Ebenfalls ein frühes Werk Mozarts, wie das KV 2 oben. Die beiden Menuette (KV 2 und KV 6) sind vom Schwierigkeitsgrad her vergleichbar.

Da es in C-Dur geschrieben ist, findet man leichter die passenden Tasten, was Anfängern das Spielen etwas erleichtert.

Die rechte Hand hat eine hübsche Melodie, und die linke Hand bewegt sich nur wenig – perfekt, um das Notenlesen zu üben und die Grundlagen der Fingertechnik zu festigen.

Nr. 4: Allegro in B-Dur, KV 3 / W.A. Mozart

Das Allegro KV 3 ist ein weiteres kurzes Stück aus Mozarts Kindheit.

Obwohl der Schwierigkeitsgrad nicht hoch ist, kommen einige Sprünge vor, bei denen man auf einen passenden Fingersatz achten sollte.

Dem Titel „Allegro“ entsprechend, wirkt das Stück besonders ansprechend, wenn man es etwas schneller angeht. Außerdem macht es einfach Spaß.

Nr. 5: Menuett in G-Dur, BWV Anh. 114 / C. Petzold (früher Bach zugeschrieben)

Das als „Bach-Menuett“ bekannte kurze Stück stammt von Christian Petzold und wurde früher Bach zugeschrieben. Es steckt voller barocker Elemente und ist ein beliebtes Einstiegsstück in die Barockmusik.

Charakteristisch ist das rhythmische Zusammenspiel zwischen rechter und linker Hand. Achtet man auf Ausgewogenheit und Artikulation beider Hände, entsteht eine musikalischere Darbietung.

Im Schlussteil hat die linke Hand zwei Stimmen, die man klar trennen sollte, um das Ganze noch besser klingen zu lassen.

Nr. 6: Sonatine op. 36 Nr. 1, 1. Satz / M. Clementi

Unter den Sonatinen der Frühklassik ist dieses Werk von Clementi ein Standardstück im Klavierunterricht.

In Japan kennen viele die Melodie aus einer Werbung für „Kincho“-Mückenspiralen (mit Tatsuya Fujiwara).

Sie besticht durch eine helle, präzise Melodie, die ein grundlegendes Gefühl für die Sonatenform vermittelt.

Sprünge oder Vorzeichen gibt es nur wenige, und bei guter Fingertechnik hält sich der Schwierigkeitsgrad in Grenzen. Da auch Tonleitern und Arpeggien vorkommen, eignet sie sich jedoch gut, um die Technik zu trainieren.


Bis hier (Nr. 1–6) haben wir reine Klavierwerke vorgestellt. Bei Nr. 7–10 handelt es sich um Arrangements.

Der Schwierigkeitsgrad kann je nach Version variieren, dennoch haben wir zur Orientierung eine Rangfolge angegeben.


Nr. 7: „Ode an die Freude“ / L.v. Beethoven

Die berühmte Melodie aus dem letzten Satz von Beethovens 9. Sinfonie („Choral“) – hier für Klavier in einer vereinfachten Fassung.

Viele Notenausgaben sind anfängertauglich arrangiert, sodass das Lesen relativ einfach ist. Da jeder die Melodie kennt, macht das Üben auch Freude.

Wählt man eine Version mit engerem Tonumfang, bleibt das Zusammenspiel beider Hände recht überschaubar.

Nr. 8: „Ah, vous dirai-je, Maman“ – „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ (Thema) / W.A. Mozart

Über die Kinderliedmelodie „Ah, vous dirai-je, Maman“ (bei uns als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, im Englischen als „Twinkle, Twinkle, Little Star“ bekannt) schrieb Mozart eine berühmte Variationenreihe.

Die Variationen sind teils anspruchsvoll, aber das Hauptthema lässt sich auch von Anfängern bewältigen. Trotz des schlichten Kinderlied-Charakters kommt Mozarts typisch klare, einfache Harmonik schön zur Geltung.

Je nach Arrangement variiert der Schwierigkeitsgrad – probieren Sie einfach verschiedene Fassungen aus, passend zu Ihrem Fortschritt.

Nr. 9: Kanon / J. Pachelbel

Ein weltbekanntes Werk, das häufig bei Hochzeiten zu hören ist. Es gibt zahlreiche Klavierfassungen in ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

In einer einfachen Ausgabe für Anfänger kann man sich weitgehend auf Akkorde stützen. In aufwendigeren Bearbeitungen kommen jedoch glanzvolle Begleitungen und schnelle Passagen hinzu, wodurch der Schwierigkeitsgrad stark ansteigen kann.

Wählen Sie am besten ein Arrangement, das zu Ihrem Niveau passt.

Nr. 10: Gavotte / F.J. Gossec

Eine der vielen „Gavotten“ aus der Barock- und Frühklassikzeit mit leichtem, charmantem Rhythmus.

Obwohl es einige Passagen mit etwas anspruchsvoller Fingertechnik gibt, ist die Melodie an sich nicht allzu komplex. Man sieht das Stück häufig in Lehrbüchern und Klavierschulen, sodass es sich gut in den Lernverlauf einfügt.

[Für Fortgeschrittene] Klassische Klavierstücke – Schwierigkeitsrangliste 1–10 (schwierigste zuerst)

Nr. 1: Étude d’exécution transcendante Nr. 5 „Feux Follets“ / F. Liszt

Unter den „Études d’exécution transcendante“ von Liszt gehört dieses Stück zu den schwierigsten.

Es steckt voller höchster technischer Anforderungen – etwa extrem schnellen Passagen, komplexen Akkorden und Oktavrepetitionen – ganz im Sinne seines Titels „Feux Follets“ („Irrlichter“).

Sogar Konzertpianisten haben daran hart zu knabbern, da nicht nur die Unabhängigkeit der Finger, sondern auch eine dramatische Gestaltung der Dynamik nötig ist.

Nr. 2: La Campanella / F. Liszt

Eines der berühmtesten Virtuosenstücke von Liszt; es basiert auf einer Melodie aus Paganinis Violinkonzert. Es enthält viele Sprünge und schnelle Repetitionen, die ein sehr hohes technisches Niveau erfordern.

Die wunderbare, glanzvolle Melodie fasziniert das Publikum. Zugleich braucht der Interpret allerdings höchste Konzentration und Ausdauer.

Nr. 3: Étude op. 10 Nr. 4 / F. Chopin

Chopins „Etüden“ sind berühmt für ihren enorm hohen künstlerischen Wert, obwohl sie „Übungsstücke“ heißen.

Op. 10 Nr. 4 zeichnet sich durch extrem schnelle Passagen in der rechten Hand und knifflige Rhythmik in der linken aus. Präziser Anschlag und ein gutes Rhythmusgefühl sind essenziell.

Regelmäßiges Tonleitertraining in schnellem Tempo ist hierbei unverzichtbar.

Nr. 4: Étude op. 10 Nr. 12 „Revolutionsetüde“ / F. Chopin

Als „Revolutionsetüde“ bekannt. Sie umfasst rasante Sechzehntel in der linken Hand und eine großartige Melodie in der rechten, sehr leidenschaftlich und kraftvoll.

Sie steckt voller technischer Schwierigkeiten, beeindruckt aber gleichzeitig durch die für Chopin typische schöne Melodik.

Man kann viel Gefühl hineinlegen, das Ganze zu kontrollieren ist jedoch schwer und körperlich sehr anstrengend.

Nr. 5: Präludium op. 23 Nr. 5 / S. Rachmaninow

Eines der bekannteren Präludien von Rachmaninow.

Durchgehend dominieren wuchtige Akkorde, sodass man große Hände und Kraft braucht.

Mit seinem russischen Romantik-Flair ist es zugleich melancholisch und monumental. Viele Pianisten möchten es mindestens einmal spielen, auch wenn es keine leichte Aufgabe ist, Tempo und Dynamik im Griff zu behalten.

Nr. 6: Präludium op. 3 Nr. 2 „Die Glocken von Moskau“ / S. Rachmaninow

Ein ikonisches Werk voller russischer Erhabenheit und Schwermut. Wie es der Titel sagt, erinnern die wiederholten Akkorde an Glockenläuten; dafür braucht man Ausdauer und Genauigkeit.

Der Pedaleinsatz ist besonders anspruchsvoll, da der Klang schnell verschwimmen kann. Eine klare, aber gleichzeitig wuchtige Klanggebung hinzubekommen ist schwierig. Es ist eine äußerst ausdrucksstarke Komposition, bei der sich immer neue Tiefen offenbaren.

Nr. 7: Pavane pour une infante défunte / M. Ravel

Ursprünglich für Klavier geschrieben, ist das Stück auch in Ravels Orchesterfassung berühmt.

Für Ravels filigranen Stil sind die feine Abstimmung der Klangfarben und der Pedaleinsatz entscheidend. Obwohl es nicht übermäßig viele Noten enthält, ist die Nuancierung sehr anspruchsvoll.

Das große Thema ist, wie man die Schönheit und Vergänglichkeit dieser Musik zum Ausdruck bringt.

Nr. 8: Polonaise Nr. 6 As-Dur, op. 53 „Heroische“ / F. Chopin

Eine imposante, heroische Melodie mit epischem Umfang, typisch für diese Polonaise.

Der energische Rhythmus verlangt ein ausgefeiltes Zusammenspiel beider Hände sowie viel Kraft und Technik.

Speziell der Mittelteil mit fortlaufenden Oktaven und großen Sprüngen in den Akkorden ist atemberaubend und gehört zu Chopins eindrucksvollsten Stücken.

Nr. 9: Fantaisie-Impromptu / F. Chopin

Das Stück ist kurz, gehört aber zu den beliebtesten Werken Chopins. Mit schnellen Läufen in der rechten Hand und einer rhythmisch davon abweichenden linken Hand kommt es leicht zu Verwirrung, wenn man es zum ersten Mal liest.

Im Mittelteil mit dem „cantabile“-Hinweis muss man besonders gesanglich spielen, insbesondere bei den Laufpassagen.

Insgesamt wird Chopins feinfühlige Ausdrucksweise gefordert, was den Schwierigkeitsgrad zusätzlich erhöht.

Nr. 10: Klaviersonate Nr. 8 in c-Moll „Pathétique“, 3. Satz / L.v. Beethoven

Unter Beethovens Klaviersonaten ist die „Pathétique“ besonders populär.

Im dritten Satz wechseln sich rasches Tempo und dichte Passagen ständig ab, dazu kommen deutliche dynamische Kontraste.

Typisch für die Klassik: Man muss genaue Artikulation und Phrasierung beibehalten, gleichzeitig aber leidenschaftliche Gefühle einbringen – ein schwieriger Balanceakt. Ein sehr wirkungsvolles Stück bei Konzerten.

Wie finde ich das passende Stück?

Wählen Sie ein Stück, dessen technische Anforderungen Sie überwiegend bewältigen können und das Ihnen zugleich ein klares Übungsziel bietet. Ist ein Stück viel zu schwer, geht die Freude am Üben schnell verloren. Auch leichte Stücke eignen sich gut, um Klang und Ausdruck zu verbessern.

Bei bekannten Melodien wie dem „Kanon“ oder der „Ode an die Freude“ gibt es Arrangements in vielen Schwierigkeitsstufen. Spielen Sie zuerst eine leichte Fassung und steigen Sie dann auf eine anspruchsvollere um.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Welches klassische Stück ist für Klavieranfänger am leichtesten?
In unserer Rangliste stehen kurze Stücke wie der Walzer von V. Krockin und Mozarts Menuett in F-Dur, KV 2, ganz oben. Sie haben eine überschaubare Länge und eine einfache Begleitung.

F. Gibt es auch ein Ranking nur mit Werken von Chopin?
Ja: Schwierigkeitsranking von Chopins Klavierwerken 1–10 (Anfänger & Fortgeschrittene).

Fazit

Damit ist unsere Schwierigkeitsrangliste für klassische Klavierstücke (1–10 für Anfänger und 1–10 für Fortgeschrittene) abgeschlossen.

Wie eingangs erwähnt, basiert diese Rangliste auf unserer persönlichen Einschätzung, und jede Person empfindet ein Stück unterschiedlich schwierig. Betrachten Sie das Ganze also nur als ungefähre Orientierung.

Greifen Sie gerne auf diese Liste zurück, um Stücke zu finden, die Ihrem Niveau und Ihrem Geschmack entsprechen, und genießen Sie die Welt der klassischen Klaviermusik!