Ein Klavier hat 88 Tasten, aber jede Hand hat nur 5 Finger. Deshalb sind Fingernummern (1–5) und der Fingersatz so wichtig.

Wer den richtigen Fingersatz versteht, profitiert davon spürbar: Das Spielen wird leichter, und auch der Ausdruck verbessert sich, neben weiteren Vorteilen.

Hier findest du Wissen über die Fingerbewegung am Klavier, das du ab heute anwenden kannst.

Wenn du nicht genau weißt, wo der Daumen untergesetzt werden soll, findest du in der Mitte dieses Artikels ein Tool, das den Fingersatz direkt auf der Tastatur zeigt. Es zeigt die Fingernummern der Tonleitern in allen 12 Tonarten auf der Tastatur an, und du kannst sie Ton für Ton abspielen.

Wenn du lieber mit den Grundlagen anfangen möchtest — Handhaltung, wie sich die Finger bewegen —, lies zuerst 5 Fingersatz-Techniken, die jeder Klavieranfänger zuerst lernen sollte.

Grundlagen der Fingernummern: 1 bis 5, vom Daumen zum kleinen Finger

Grundlagen der Fingernummern – 1 bis 5, vom Daumen zum kleinen Finger

Die Fingernummern laufen vom Daumen aus von 1 bis 5. Das gilt für beide Hände gleich.

  • 1 = Daumen
  • 2 = Zeigefinger
  • 3 = Mittelfinger
  • 4 = Ringfinger
  • 5 = Kleiner Finger

Ein üblicher Einstieg für Anfänger ist es, beide Daumen (1) in der Nähe des mittleren C zu platzieren.

Nutze das Video und die Noten oben als Referenz und übe, während du dir die grundlegenden Fingernummern einprägst.

Wo Stehen die Fingernummern in den Noten?

Fingernummern stehen in den Noten als kleine Ziffern direkt über oder unter der Note. Eine Zahl an einer Note in der rechten Hand (oberes System, Violinschlüssel) bezieht sich auf einen Finger der rechten Hand; eine Zahl an einer Note in der linken Hand (unteres System, Bassschlüssel) bezieht sich auf einen Finger der linken Hand.

Zahlen stehen meist nur an Stellen, an denen man ins Zögern geraten könnte — nicht bei jeder einzelnen Note. Noten ohne Zahl sind so gedacht, dass man einfach vom vorherigen Finger aus weitergeht und die Verbindung sich natürlich ergibt.

Bei Musik wie Tonleitern, bei der die Linie einer Hand zwischen oberem und unterem System wechselt, lässt sich allein an der Position der Zahl manchmal schwer erkennen, zu welcher Hand sie gehört. Achte in diesem Fall auf die Richtung der Notenhälse oder auf die Bindebögen, um zu sehen, welcher Handlinie sie folgt.

Grundlagen von Daumenuntersatz und Fingerübersatz – ein flüssiges C-D-E-F-G-A-H-C spielen

Jede Hand hat nur 5 Finger, für eine 8-Ton-Tonleiter reicht das also nicht aus. Genau da wird es nötig, den Daumen unter einen anderen Finger zu setzen (Daumenuntersatz) oder einen anderen Finger über den Daumen zu setzen (Fingerübersatz).

Genau an dieser einen Stelle hängen fast alle beim Üben von Tonleitern fest. Sobald du genau weißt, wo der Daumen untergesetzt wird, ist der Rest nur noch das Herunterdrücken der Finger der Reihe nach.

Rechte Hand, aufwärts

„C 1“ → „D 2“ → „E 3“ → Daumenuntersatz → „F 1“ → „G 2“ → „A 3“ → „H 4“ → „C 5“ ↓

Rechte Hand, abwärts

„C 1“ ← „D 2“ ← „E 3“ ← Fingerübersatz ← „F 1“ ← „G 2“ ← „A 3“ ← „H 4“ ← „C 5“

Linke Hand, aufwärts

Die linke Hand beginnt mit dem kleinen Finger (5), und der Daumenuntersatz erfolgt bei E. Es ist das Spiegelbild der rechten Hand.

„C 5“ → „D 4“ → „E 3“ → „F 2“ → „G 1“ → Fingerübersatz → „A 3“ → „H 2“ → „C 1“ ↓

Linke Hand, abwärts

„C 5“ ← „D 4“ ← „E 3“ „F 2“ ← „G 1“ ← Daumenuntersatz ← „A 3“ ← „H 2“ ← „C 1“

Fingersatz-Tool: Daumenuntersatz-Positionen auf der Tastatur Prüfen

Text und Zahlen allein machen es oft schwer, sich den genauen Moment des Daumenuntersatzes vorzustellen. Das Tool unten zeigt die Fingernummern direkt auf den zu drückenden Tasten an und markiert, wo Daumenuntersatz und Fingerübersatz stattfinden, mit einem Bogen direkt auf der Tastatur.

  • Tonart wählen: oben die Kreuz-Tonarten, unten die B-Tonarten. Alle 12 Tonarten werden unterstützt.
  • Hand wählen: rechts, links oder beide. Bei beiden Händen zeigt die Tastatur zwei Reihen — oben die rechte Hand, unten die linke.
  • Ton für Ton: jeder Klick auf den Button geht einen Ton weiter. Halte kurz vor einem Daumenuntersatz an, um deine Handhaltung zu überprüfen.
  • Pausiert bei Untersatz und Übersatz: bei der automatischen Wiedergabe hält es kurz vor jedem Übergang kurz an.

Eine Note mit eingekreister Fingernummer ist die Stelle, an der Daumenuntersatz oder Fingerübersatz landet. Das hat dieselbe Bedeutung wie die Markierung, die du in Noten siehst, sodass du direkt mit deinen Noten vergleichend üben kannst.

5 Regeln für den Klavier-Fingersatz

Der Fingersatz variiert je nach Stück und Handgröße, aber ein paar Regeln gelten in jeder Klavierschule. Komm im Zweifel auf diese fünf zurück.

  1. Der Daumen gehört auf weiße Tasten
    Schwarze Tasten liegen weiter hinten, sodass der kurze Daumen dort die ganze Hand nach hinten drückt und die anderen Finger außer Reichweite geraten. Tonleiter-Fingersätze sind so gebaut, dass der Daumen immer auf einer weißen Taste landet.
  2. Nicht denselben Finger zweimal hintereinander benutzen
    Benachbarte Töne mit demselben Finger zu spielen unterbricht immer den Klang. Je flüssiger die Verbindung sein soll, desto wichtiger ist der Fingerwechsel.
  3. Den kleinen Finger (5) an den Rändern einsetzen
    Bei der rechten Hand am oberen Ende, bei der linken am unteren. Der kleine Finger ist von Natur aus schwach, deshalb werden Töne ungleichmäßig, wenn man ihn mitten in einer Passage einsetzt.
  4. Abwärts ist das Spiegelbild von aufwärts
    Der Fingersatz einer Tonleiter ist abwärts genau die Umkehrung von aufwärts. Lernst du eine Richtung, steht die andere schon fest.
  5. Handbewegung so gering wie möglich halten
    Ein Fingersatz, bei dem sich das Handgelenk möglichst wenig bewegt und länger an einer Stelle bleibt, hält auch im schnellen Tempo besser stand.

Die im Tool oben gezeigten Fingernummern erfüllen alle fünf dieser Regeln. Nutze sie als Anhaltspunkt, wenn du dich fragst: „Warum genau dieser Finger an dieser Stelle?“

Hier geht es um die Regeln, um zu entscheiden, welchen Finger man nutzt. Für die grundlegendere Frage, wie sich die Finger selbst bewegen sollen — Handhaltung, Entspannung der Muskeln und so weiter —, sieh dir 5 Fingersatz-Techniken, die jeder Klavieranfänger zuerst lernen sollte an. Oft liegt das eigentliche Problem gar nicht an der Fingernummer, sondern daran, wie die Hand eingesetzt wird.

Wie Unterscheidet Sich der Fingersatz der Linken Hand von der Rechten?

Viele Menschen hängen bei den Fingernummern der linken Hand fest, und der Grund ist klar: Die Zahlen laufen in die entgegengesetzte Richtung wie bei der rechten Hand.

Bei der rechten Hand steigt die Zahl, während die Tonhöhe steigt (C 1 → D 2 → E 3). Bei der linken Hand sinkt die Zahl, obwohl man sich in dieselbe Richtung bewegt (C 5 → D 4 → E 3). Geht man von einem tiefen zu einem hohen Ton, entfernt sich die rechte Hand vom Daumen, während sich die linke Hand ihm nähert.

Deshalb tauschen auch Daumenuntersatz und Fingerübersatz die Seiten. Beim Aufwärtsspielen einer C-Dur-Tonleiter setzt der Daumen der rechten Hand zwischen E und F unter, während der Mittelfinger der linken Hand zwischen G und A über den Daumen übersetzt.

  • Rechte Hand, aufwärts: Daumenuntersatz zwischen E und F
  • Linke Hand, aufwärts: Fingerübersatz (Mittelfinger) zwischen G und A
  • Rechte Hand, abwärts: Fingerübersatz (Mittelfinger) zwischen F und E
  • Linke Hand, abwärts: Daumenuntersatz zwischen A und G

Wähle oben im Tool „Linke Hand“, und du siehst den Bogen genau an dieser Stelle erscheinen. Wechselst du zwischen rechter und linker Hand hin und her, wird die Spiegelbild-Beziehung leicht nachvollziehbar.

Tonleiter-Fingersätze für Alle 12 Tonarten — Übersichtstabelle

Sobald du C-Dur spielen kannst, erweitere dich auf die anderen Tonarten. Unten stehen die Fingernummern für eine Oktave aufwärts (abwärts ist genau die Umkehrung). Fett markiert die Note, an der der Daumen untersetzt oder ein Finger übersetzt.

TonartTöne (aufwärts)Rechte HandLinke Hand
C-DurC D E F G A H1-2-3-1-2-3-4-55-4-3-2-1-3-2-1
G-DurG A H C D E Fis1-2-3-1-2-3-4-55-4-3-2-1-3-2-1
D-DurD E Fis G A H Cis1-2-3-1-2-3-4-55-4-3-2-1-3-2-1
A-DurA H Cis D E Fis Gis1-2-3-1-2-3-4-55-4-3-2-1-3-2-1
E-DurE Fis Gis A H Cis Dis1-2-3-1-2-3-4-55-4-3-2-1-3-2-1
H-DurH Cis Dis E Fis Gis Ais1-2-3-1-2-3-4-54-3-2-1-4-3-2-1
Ges-DurGes As B Ces Des Es F2-3-4-1-2-3-1-34-3-2-1-3-2-1-2
Des-DurDes Es F Ges As B C2-3-1-2-3-4-1-23-2-1-4-3-2-1-2
As-DurAs B C Des Es F G2-3-1-2-3-1-2-33-2-1-4-3-2-1-2
Es-DurEs F G As B C D2-1-2-3-4-1-2-33-2-1-4-3-2-1-2
B-DurB C D Es F G A2-1-2-3-1-2-3-43-2-1-4-3-2-1-2
F-DurF G A B C D E1-2-3-4-1-2-3-45-4-3-2-1-3-2-1
Fingernummern für eine Oktave aufwärts. Fett markiert die Note, an der der Daumen untersetzt oder ein Finger übersetzt.

In Tonarten mit b-Vorzeichen kann der Daumen nur auf weißen Tasten landen, deshalb muss der Daumen bei manchen Tonarten zweimal pro Oktave untersetzt werden. Bei B-Dur, rechte Hand, passiert das bei B→C und Es→F. Als reine Zahlenfolge wirkt das kompliziert, aber wechsle oben im Tool die Tonart, und du siehst auf einen Blick genau, wie viele Bögen es gibt und wo.

Die Tonfolge und die Vorzeichen jeder Tonart findest du auch in der vollständigen Tonleiter-Übersicht.

Warum Fingernummern und Fingersatz der Schnellste Weg zur Verbesserung Sind

Warum Fingernummern und Fingersatz der schnellste Weg zur Verbesserung am Klavier sind

Noten und Klavierschulen für Anfänger enthalten oft Fingernummern, und ignoriert man sie, kann es passieren, dass einem mittendrin die Finger ausgehen oder man nicht flüssig spielen kann und der Klang abreißt — neben weiteren Problemen.

Wer ohne Verständnis der richtigen Fingerbewegung auf eigene Faust weitermacht, stößt irgendwann immer an eine Grenze. Folge deshalb besonders am Anfang beim Üben den Fingernummern und lass deinen Körper die richtigen Bewegungen erlernen.

Was Passiert, Wenn Man Fingernummern Ignoriert

Was passiert, wenn man Klavier-Fingernummern ignoriert

Schwerer zu spielen: mit der falschen Fingernummer verdrehst du dir womöglich das Handgelenk, weil du es erzwingen willst, oder gerätst in eine Sackgasse, in der du die nächste Note einfach nicht erreichst.

Schränkt den musikalischen Ausdruck ein: ein schlecht ausgeführter Daumenuntersatz zerreißt den Klang in unverbundene Fragmente, und die Musik lässt sich nicht mehr ausdrucksvoll gestalten.

Kann nicht schnell gespielt werden: ein Fingersatz mit viel Handbewegung bricht immer zusammen, sobald du das Tempo erhöhst. Wenn du es langsam spielen kannst, aber bei hohem Tempo stolperst, lohnt es sich, den Fingersatz zu überdenken.

Wie Man den Richtigen Fingersatz Bestimmt

Wie man den richtigen Klavier-Fingersatz bestimmt
  1. Das Muster untersuchen: erkennen, ob es sich um einen Sprung, eine Tonleiter, ein Arpeggio oder eine andere Form handelt.
  2. Bewegung minimieren: einen Fingersatz suchen, der die Handgelenksbewegung verringert und die Hand länger an einem Ort bleiben lässt.
  3. Der Daumen gehört auf weiße Tasten: schwarze Tasten stattdessen mit einem der längeren Finger spielen. Es gibt Ausnahmen.
  4. Denselben Finger nicht wiederholen: bei einer Folge benachbarter Töne den Finger wechseln.
  5. Phrasenweise überprüfen: sicherstellen, dass es über die umliegenden Takte hinweg flüssig klingt, nicht nur in einem isolierten Takt, und es bei Bedarf in die Noten eintragen.

Was Tun, Wenn Man die Fingernummer Nicht Kennt

Was tun, wenn man eine Klavier-Fingernummer nicht kennt
  1. Es einem Tonleiter-Muster zuordnen
    Die meisten Tonmuster sind Teil irgendeiner Tonleiter. Kennst du den Tonleiter-Fingersatz dieser Tonart, kannst du die nicht markierten Stellen selbst herausfinden. Probiere es mit dem Tool oben nachzuschlagen.
  2. Ein Übungsstück nachschlagen
    Bei Standard-Etüden wie Hanon und Czerny ist ein fester Fingersatz vorgegeben. Bist du unsicher, suche nach einem ähnlichen Muster.
  3. Die Noten eines Profis als Vorbild nehmen
    Sowohl gedruckte Ausgaben als auch der Fingersatz deines Lehrers sind gute Lernquellen.
  4. Bewusst eine Alternative ausprobieren
    Fingernummern unterscheiden sich von Person zu Person, daher ist es völlig in Ordnung, mit einer anderen Option zu experimentieren.

Wann Es Okay Ist, Fingernummern zu „Ignorieren“

Fälle, in denen es okay ist, Fingernummern zu ignorieren

Sind deine Hände ungewöhnlich klein oder groß, kannst du möglicherweise nicht genau nach den gedruckten Fingernummern spielen — in diesem Fall musst du einen für dich passenden Fingersatz finden.

Welche Finger sich leicht bewegen lassen, und Vorlieben beim Fingersatz allgemein, unterscheiden sich ebenfalls von Person zu Person. Suche also nach den Fingerbewegungen, die für dich funktionieren.

Achte aber immer darauf, über die ganze Phrase hinweg zu prüfen, ob der Klang flüssig bleibt und sich nichts für Finger oder Körper erzwungen anfühlt.

„Fingersatz-Training“ für den Klavier-Fortschritt

Fingersatz-Training für den Klavier-Fortschritt

Wenn sich deine Finger auch nach dem Lernen der Fingernummern immer noch nicht so bewegen, wie du willst, musst du die Fingerbewegungen selbst üben. Versuche, diese vier zusammen mit den 5 Fingersatz-Techniken zur täglichen Gewohnheit zu machen.

  1. Dehnen: in einem angenehmen Bereich jeden Finger zurückbiegen und spreizen, um zu entspannen.
  2. Hanon: trainiert die unabhängige Bewegung jedes einzelnen Fingers.
  3. Tonleitern und Arpeggien: langsam anfangen und das Tempo schrittweise steigern. Darauf achten, jeden Ton gleichmäßig klingen zu lassen.
  4. Eine Hand nach der anderen, „Ton für Ton“ prüfen: bevor du das Tempo erhöhst, stelle sicher, dass deine Hand wirklich gelernt hat, wo der Daumen untersetzt. Der Modus „Ton für Ton“ in dem Fingersatz-Tool ist dafür nützlich.

Häufig Gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen für Klavieranfänger (Q&A)

F1 Muss ich Fingernummern genau befolgen?

A Nicht unbedingt. Das zugrunde liegende Prinzip ist Effizienz, du kannst sie also an deine Handgröße oder das Stück anpassen.

Für Anfänger ist es aber der schnellste Weg zur Verbesserung, die Finger zunächst genau so zu bewegen, wie es gedruckt steht.

F2 Ist es verboten, schwarze Tasten mit dem Daumen zu spielen?

A Es gibt keine Regel dagegen — je nach Situation spielt der Daumen durchaus auch schwarze Tasten.

Bedenke aber, dass der Daumen dabei nach hinten gedrückt wird und die anderen Finger außer Reichweite geraten, deshalb werden schwarze Tasten in der Regel mit anderen Fingern als dem Daumen gespielt.

F3 Wie lese ich Noten ohne eingetragene Fingernummern?

A Erinnere dich an den Fingersatz eines ähnlichen Musters, das du bereits kennst, und versuche, es so zu spielen.

Ist es schwer zu spielen, schau dir ein Video mit den Händen des Pianisten an, frag deinen Klavierlehrer, oder probiere es einfach selbst mit deinen eigenen Händen aus.

F4 Ich kann mir die Fingernummern der linken Hand nicht merken

A Es hilft, sich bewusst zu machen, dass die Zahlen in die entgegengesetzte Richtung wie bei der rechten Hand laufen. Geht man von einem tiefen zu einem hohen Ton, steigen die Zahlen der rechten Hand, während die der linken sinken.

Auch wo der Daumen untersetzt, unterscheidet sich zwischen den Händen. Beim Aufwärtsspielen von C-Dur ist es bei der rechten Hand zwischen E und F, bei der linken zwischen G und A. Probiere im Fingersatz-Tool, zwischen den Händen zu wechseln, um sie zu vergleichen.

F5 Muss ich die Fingernummern für jede Tonleiter auswendig lernen?

A Du musst nicht alle 12 Tonarten auf einmal lernen. Üblich ist es, mit C-Dur zu beginnen und dann zu F-Dur und G-Dur weiterzugehen — ausgehend von den Tonarten mit mehr weißen Tasten.

Was du dir wirklich merken musst, ist keine Zahlenreihe, sondern auf welcher Note der Daumen landet. Steht die Position des Daumens fest, ordnen sich die übrigen Finger von selbst ein.

F6 Was ist der Unterschied zwischen „Daumenuntersatz“ und „Fingerübersatz“?

A Beim Daumenuntersatz geht der Daumen unter einen anderen Finger; beim Fingerübersatz geht ein anderer Finger über den Daumen. Es ist dieselbe Bewegung an derselben Stelle — nur je nach Bewegungsrichtung anders benannt.

Bei der rechten Hand ist aufwärts ein Daumenuntersatz und abwärts ein Fingerübersatz. Bei der linken Hand ist es umgekehrt.

Fingernummern Verstehen und am Klavier Besser Werden!

  • Fingernummern zu ignorieren bedeutet nur einen Umweg, lass sie deinen Körper deshalb besonders als Anfänger erlernen.
  • Der Schlüssel zur richtigen Wahl: „Bewegung minimieren“, „denselben Finger nicht wiederholen“ und „Daumenuntersatz und Fingerübersatz flüssig halten“.
  • Die Zahlen der linken Hand laufen entgegengesetzt zur rechten, und auch die Stelle des Daumenuntersatzes wechselt.
  • Fang damit an, ein flüssiges C-D-E-F-G-A-H-C zu spielen.

Am Anfang braucht es vielleicht deine ganze Konzentration, nur um die Zahlen im Blick zu behalten, aber je länger du dranbleibst, desto mehr lernen deine Finger die Tastatur von selbst kennen.

Nutze den hier vorgestellten Ansatz, um einen für dich passenden Fingersatz zu entwickeln, und genieße die Freiheit, dich am Klavier auszudrücken!